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Häfen der Ostsee-Insel Poel

Häfen und Kirchen hatten schon immer eine besondere Anziehungskraft. Insbesondere Gäste orientieren sich gerne an diesen Bauwerken, die eigentlich immer das Zentrum der Orte markieren. Auf Poel treffen diese beiden sogar in einem Ort zusammen.

Sonnenuntergang über Kirche und Hafen KirchdorfSonnenuntergang über Kirche und Hafen Kirchdorf

In Kirchdorf steht die Inselkirche unmittelbar am Hafen und diente den Seefahrern schon lange bevor die Fahrrinne gebaggert und betonnt wurde, als wichtige Landmarke zur Navigation.

Nach zwei Seemeilen Kirchsee erreicht man dann die Häfen von Kirchdorf und Niendorf. Im Westen der Insel verbindet der Hafen von Timmendorf maritimes Flair und Tourismus durch den über 140 Jahre alten Leuchtturm und die unmittelbare Nähe zum Campingplatz und einem der schönsten Badestrände unserer Insel.

Weitere kleine Häfen in Gollwitz und Weitendorf dienen neben dem Tourismus insbe­sondere den dort ansässigen Fischern als Liegeplatz für ihre Boote.

Kirchdorf

Hafen Kirchdorf Hafen Kirchdorf Hafen Kirchdorf Dass ausgerechnet der Ort der Insel Poel, der fast genau im Zentrum der Insel liegt, über den größten Hafen ver­fügt, mag recht unrealistisch klingen, erklärt sich aber spätestens durch einen Blick auf die Karte.

Der Fjordartig bis zur Inselmitte verlaufende Meeresarm der Ostsee, die Kirchsee, verbindet Kirchdorf mit dem Meer.
Am geschützten, nördlichen Ende entstand einer der schönsten Naturhäfen der Ostsee.

Hier haben nicht nur die Fischerboote ihren Heimathafen. Insbesondere die Kombination von Fischerei und Tourismus machen den Charme dieses Hafens aus.
Viele Segler, Ausflugsschiffe aus Wismar und auch Lieb­haber von Traditionsschiffen steuern Kirchdorf gerne an.

In der hier ansässigen, kleinen Werft für Holz­boote, wurde schon das Wikingerschiff gebaut, mit dem Burghard Pieske den Atlantik überquerte.

Die Inselhauptstadt bietet darüber hinaus neben um­fangreichen Service- und Versorgungsein­richtungen insbesondere kulinarische aber auch kulturelle Leckerbissen.

Viele Liegeplätze im Kommunalhafen, dem Segelclub der Insel oder im Hafen des Poeler Forellenhofes in Niendorf, am anderen Ufer der Kirchsee, warten auf Ihren Besuch.

Die Kontaktdaten der entsprechenden Hafenmeister und Serviceeinrichtungen erhalten Sie HIER.

Niendorf

Hafen Niendorf Von diesem Hafen aus hat man den wohl schönsten Blick auf Kirchdorf. Hier warten neben umfangreichen Freizeit­angeboten wie Sauna und Fitnessbereich auch kulinarische Erlebnisse auf Ihren Besuch.

Eine rustikale Fischräucherei und ein separates Fisch­restaurant machen den Niendorfer Hafen, der durch den Poeler Forellenhof betrieben wird, zu einem ganz besonderen Erlebnis.

Von hier aus sind Sie in wenigen Minuten über einen Wanderweg und eine kleine Brücke in Kirchdorf.

Timmendorf

Hafen Timmendorf Hafen Timmendorf An der Westküste der Insel Poel weist noch immer der im Jahr 1871 erbaute Timmendorfer Leuchtturm den Schiffen auf dem Weg von oder nach Wismar den richtigen Kurs durch die teilweise doch sehr flache Wismarbucht.

Zu seinem Fuß liegt der kombinierte Sportboot- und Fischereihafen, der um die Jahrtausendwende als Wasser­wanderrastplatz neu gestaltet wurde.
Sowohl wasser- als auch landseitig entstanden neue Versorgungseinrichtungen, Fischerschuppen und Sanitäranlagen, die heute das Bild dieses kleinen Hafens prägen.

Die unmittelbare Nachbarschaft zum breiten und fein­sandigen Strand sowie der nur wenige Schritte entfernt liegende Campingplatz und zahlreiche gastronomische Einrichtungen machen diesen Hafen so attraktiv.

Insbesondere Segler-Familien mit Kindern steuern diesen Hafen gerne an, um die Kinder nach dem Törn am Strand spielen, baden und toben zu lassen.

Ca. 40 Liegeplätze für Boote bis 2,5 Meter Tiefgang warten hier auf Ihren Besuch. Vom Boot oder einer der Terrassen der Gaststätten aus, lassen sich hier die wohl schönsten Sonnenuntergänge beobachten.

Gollwitz

Fahrradfähre vor dem Gollwitzer Strand Auch wenn bereits Störtebeker im Schutz der Gollwitzer Küste sein Unwesen getrieben haben soll, eignet sich der "Hafen" nicht wirklich, um hier vor Anker zu gehen.

Abgesehen von einigen Fischerbooten, die hier kurz vor der Küste liegen und mit Holzkähnen erreicht werden, sind hier keine weiteren Wasserfahrzeuge zu finden.

Ein besonderes Highlight ist jedoch die von Juni bis Anfang September verkehrende Fahrradfähre, die hier festmacht, bzw. auf "Schiet" fährt.

Nachdem die Fähre aufgelaufen ist, werden die Hosen hochgekrempelt, die Fahrräder geschultert und an Land gebracht. Sicher gehört diese Überfahrt zu einem der Erlebnisse, die Sie nie vergessen werden.

Weitendorf

Hafen Weitendorf Die Fischer aus Weitendorf nutzen diesen kleinen Hafen am westlichen Ufer der Kirchsee auf halbem Weg nach Kirchdorf.

Nur wenige Boote mit sehr geringem Tiefgang erreichen die kleine Anlegestelle, die nicht öffentlich genutzt wird.

Dieser "Hafen" ist ein idyllischer Ort, an dem die Zeit stillzustehen scheint, und von dem Sie einen schönen Blick über die Kirchsee bis nach Kirchdorf oder auf das am anderen Ufer liegende Niendorf genießen können.
Karl Christian Klasen